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Nationale Wahrnehmungen und ihre Stereotypisierung

Hahn, Hans Henning / Mannová, Elena (Hrsg.)

Nationale Wahrnehmungen und ihre Stereotypisierung

Beiträge zur Historischen Stereotypenforschung
Unter Mitarbeit von Stephan Scholz und Tobias Weger

Series: Mitteleuropa - Osteuropa - Volume 9

Year of Publication: 2007

Frankfurt am Main, Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Wien, 2007. 535 S., zahlr. Abb.
ISBN 978-3-631-50445-1 br.  (Softcover)

Weight: 0.680 kg, 1.499 lbs

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Discipline

Book synopsis

Stereotypen als in Worte oder Bilder gefaßte verallgemeinerte Wahrnehmungen spielen eine wichtige Rolle in den Beziehungen zwischen nationalen Gesellschaften und sozialen Gruppen. In diesem Band legen 18 deutsche und slowakische Historiker, Ethnologen, Slawisten, Linguisten und Kunsthistoriker empirische Fallstudien zur historischen Stereotypenforschung vor. Thematisiert werden die Entwicklung und Inszenierung von Stereotypen in unterschiedlichen historischen und sozialen Kontexten, so u. a. in der Historiographie, im Alltag, bei der Rechtfertigung von Sozialpolitik, bei Grenzkonflikten, im Kalten Krieg, bei der Konstruktion nationaler Selbstbilder (z. B. Architektur als Autostereotyp), bei den Bildern der Juden und schließlich in den wechselseitigen Stereotypenbeziehungen zwischen Deutschen und Slowaken.

Contents

Aus dem Inhalt: Elena Mannová/Hans Henning Hahn: Einführung – Hans Henning Hahn: 12 Thesen zur historischen Stereotypenforschung – Ľubor Králik: Überlegungen zum Zusammenhang zwischen dem übertragenen Gebrauch von Ethnika im Slowakischen und der Existenz ethnischer Stereotypen – Elena Mannová: Stereotypen auf dem Teller. Eine Analyse der Speisenamen in slowakischen Kochbüchern im 20. Jahrhundert – Oľga Danglová: Stereotypes of bourgeois ideals. Using the example of textile wall hangings with embroidered inscriptions – Gabriela Dudeková: Der ‘barmherzige Wohltäter’ und der ‘bedürftige Arme’. Stereotypen der Armut und Wohltätigkeit im 19. und am Anfang des 20. Jahrhunderts – Heike Müns: «Frisia non cantat» versus «Kennst du das Land, wo die Zitronen blühn»? Musikalische Außen- und Innenansichten von Nord und Süd – Dana Bořutová: Stereotypes and National(-istic) Symbols in the Architecture of the 19th and 20th Century – Birgit Bruns: Wie aufgeklärt waren die Aufklärer gegenüber den Juden? Judenstereotypen in enzyklopädischen Wissenssammlungen des 18. Jahrhunderts – Tobias Weger: Das jüdische Krakau und das jüdische Prag in deutschsprachigen Reiseführern – Jens Breder: An der «ideologischen Front»: Die Konstruktion von ‘Ost’ und ‘West’ in den Arbeiten des deutschen Althistorikers Ernst Kornemann (1868-1946) und seines sowjetischen Kollegen Vladimir S. Sergeev (1883-1941) – Stephan Scholz: Vater oder Feind der Deutschen? Der Bonifatiusmythos als Medium konfessionell bestimmter Nationsbildung im 19. Jahrhundert – Rudolf Holbach: Stereotypen in der Hansegeschichtsschreibung – Rainer Grübel: Stereotype wertbesetzter Imagologie. Rozanovs Deutschlandbilder im Kontext feminisierter Slavophilie – Katarína Popelková: Das Spiel um die Grenze. Die Rolle von Stereotypen in den politischen Repräsentationen der Realität – Eva Hahn: Das völkische Stereotyp ‘Osteuropa’ im Kalten Krieg. Eugen Lembergs ‘Erkenntnisse’ über Osteuropa aus der Sicht der historischen Stereotypenforschung – Hans Henning Hahn: Stereotypen auf der Wanderschaft. Amerikaner und Nazis in der Propaganda des Kalten Krieges – Eva Krekovičová: Autostereotypen und politische Eliten. (Am Beispiel der Slowakei) – Dušan Škvarna: Genese und Beharrung von Stereotypen in der slowakischen Kultur – Magdaléna Paríková: Zwischen Autopsie und Konstruktion. Wechselseitige Stereotypen von Slowaken und Deutschen in der Slowakei – Hans Henning Hahn: Comprendre c’est pardonner. Eine Skizze über die Stereotypen ‘der Slowaken’ in der deutschsprachigen Literatur.

About the author(s)/editor(s)

Die Herausgeber: Hans Henning Hahn ist Historiker und seit 1992 Professor für Osteuropäische Geschichte an der Universität Oldenburg. Seine Veröffentlichungen behandeln u.a. die Geschichte Polens und Böhmens. Seine methodischen Ansätze zur historischen Stereotypenforschung wurden entwickelt in Historische Stereotypenforschung (1995) und Stereotyp, Identität und Geschichte (2002).
Elena Mannová ist Historikerin und Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Historischen Institut der Slowakischen Akademie der Wissenschaften in Bratislava. Die Schwerpunkte ihrer Forschungen und Veröffentlichungen betreffen das Vereinswesen im 19. und 20. Jahrhundert, die Geschichte des Bürgertums und das kollektive Gedächtnis.

Reviews

«Man darf den Herausgebern gratulieren, ein Buch vorgelegt zu haben, das als langfristig gültiges Referenzwerk für viele Disziplinen, Kommissionen und Forschungsvorhaben Maßstäbe zu setzen vermag.» (Monika Glettler, Südost-Forschungen)

Series

Mitteleuropa – Osteuropa. Bd. 9
Herausgegeben von Michael Garleff, Hans Henning Hahn und Matthias Weber